Fühlen Sie sich angesprochen! Die Begrüßung

Reden wir über die Begrüßung!

Sie ist in der Regel nur eine sehr kurze soziale Situation, steckt aber voller Bedeutung. Und weil sie den ersten Eindruck vermittelt, möchte man alles richtig machen. Aber was ist schon richtig in Zeiten von Businessknigge und Gendersprache?

Eine gute Begrüßung öffnet Türen

Ich sage immer: Begrüßen Sie andere Menschen so, wie Sie selbst gerne begrüßt werden möchten. Wertschätzend, respektvoll und angemessen. Sicher erinnern auch Sie sich an Begrüßungen, die nicht angenehm waren. Entweder weil sie gleichgültig wirkten oder weil sie total überschwänglich daher kamen.

Eine gelungene Begrüßung sorgt dafür, dass sich alle Anwesenden wohlfühlen und wissen, mit wem sie es zu tun haben. Umso leichter gelingt es im Anschluss, Konversationen zu beginnen und Geschäfte zu machen. Es lohnt sich also in privater wie in beruflicher Hinsicht, einige Regeln beim Begrüßen zu verinnerlichen.

Begrüßung

Verhaltensregeln für eine gute Begrüßung:

  • Blickkontakt: Schauen Sie Ihrem Gegenüber in die Augen. Das drückt echte Wertschätzung aus.
  • Stimmlage: Versuchen Sie ruhig und mit möglichst tiefer Stimme zu sprechen. So wirken Sie souveräner.
  • Körperspannung: Stehen Sie gerade und zugewandt zu Ihrem Gegenüber. Das signalisiert Präsenz und Stärke.

Wer begrüßt eigentlich wen zuerst?

Eine gelungene Begrüßung kommt locker und souverän daher. Spürbare Unsicherheit kann aufkommen, wenn man sich nicht sicher ist, wen man zuerst begrüßen soll und an welche ungeschriebenen Regeln man sich außerdem zu halten hat.

Daher lautet mein Hinweis nicht nur bei der Begrüßung, sondern bei allen Themen rund um den Businessknigge: Kennen Sie die Regeln gut und wenden Sie sie intuitiv an. Lockerheit entsteht, wenn Sie eben nicht angestrengt nachdenken müssen, sondern sich Ihrer Sache sicher sindn

„Ladies first“ gilt heute nicht mehr

Was bei der Begrüßung irritieren kann, sind unterschiedliche Regelwerke, an die man oft gleichzeitig denkt. Der bekannte Speaker Moritz Freiherr Knigge hat das so zusammengefasst: „Bevor die Business-Etikette dem traditionellen Protokoll in die Parade fuhr, wurde die Dame vor dem Generaldirektor begrüßt. Auch wenn sie seine Sekretärin war. Heute haben sich Teamassistentinnen bei der Begrüßung hinten anzustellen.“

Was der Businessknigge zur Begrüßung sagt:

Geschlecht, Rang, Alter – welcher Aspekt ist bei der zeitgemäßen Begrüßung im Berufsleben eigentlich entscheidend? Eines wissen Sie nach dem obigen Zitat jetzt schon: Das Geschlecht ist in Zeiten der Gleichberechtigung so gut wie gar nicht mehr relevant, zumindest bei der Begrüßung!

Es gilt daher: Zuerst wird die ranghöchste Person im Raum begrüßt, unabhängig von Alter oder Geschlecht. Danach alle anderen Personen, sofern die Hierarchie bekannt ist. Falls nicht, werden einfach alle der Reihe nach begrüßt. Es ist außerdem üblich, dass Männer wie Frauen zur Begrüßung aufstehen und nicht sitzenbleiben.

Begrüßung in Zeiten der Gendersprache

Auch bei der Begrüßung einer Gruppe, etwa bei einem Businessmeeting oder einem Geschäftsessen, können Fragen aufkommen. Es sind Frauen und Männer anwesend, kann man trotzdem einfach „Liebe Mitarbeiter“ oder „Liebe Kollegen“ sagen?

Eine solche Ansprache, die nur das Generische Maskulinum verwendet, gilt nicht als geschlechtersensibel. Studien haben gezeigt, dass Frauen oft nicht mitgemeint oder mitgedacht wurden, wenn nur das generische Maskulinum benutzt wurde.

Geschlechtersensibel ist die Begrüßung dann, wenn sich beide Geschlechter gleichermaßen davon angesprochen fühlen. Deswegen rät die Deutsche Knigge Gesellschaft davon ab, das generische Maskulinum zu verwenden. Stattdessen empfiehlt sie an erster Stelle, beide Geschlechter zu nennen („Meine Damen und Herren“)  und an zweiter Stelle, einen neutralen Begriff zu finden („Auszubildende, Studierende“).

Fazit:

Starre Regeln wie „Ladies First“ gelten heute kaum noch für die Begrüßung im Business-Alltag.
Geschlecht und Alter sind weniger entscheidend geworden – wichtiger ist es inzwischen, den Rang des Gegenübers zu kennen.

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